Klagewelle gegen Oster-Lockdown – „Zigtausend Menschen wollen Urlaub im eigenen Land“

In mehreren Bundesländern wird das Beherbergungsverbot für Ferienwohnungen und Ferienhäuser jetzt mit gerichtlichen Mitteln angegriffen. Der Verband der Eigentümer von Ferienwohnungen und Ferienhäusern koordiniert und unterstützt die Eilanträge seiner Mitglieder und fordert die Politik zum Handeln auf: „Öffnen Sie die privaten Unterkünfte unverzüglich! Wir haben als erste Branche schon früh im letzten Jahr Hygienekonzepte umgesetzt. Reisen ist kein Pandemietreiber, wenn Testen, Impfen und Kontaktverfolgung endlich funktionieren“, sagt der Präsident des Verbandes der Eigentümer von Ferienwohnungen und Ferienhäusern, Daniel Rousta, am Montag (8. März) in Berlin.

Nach den bereits anhängigen Eilanträgen in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein wird in dieser Woche eine weitere gerichtliche Klärung in Nordrhein-Westfalen angestrebt. Binnen weniger Tage sei zudem in einem vierten wichtigen Urlaubsland mit einer Klageeinreichung zu rechnen. „Wir beobachten die Maßnahmen und Äußerungen der jeweiligen Landesregierungen sehr genau und beraten unsere Mitglieder und andere Vermieter im Hinblick auf ein strategisch bestmögliches Vorgehen“, so Rousta.

„Die Entscheidung der vergangenen Corona-Konferenz am 3. März, Ferienwohnungen und Ferienhäuser geschlossen zu halten, war ein Schlag ins Gesicht aller Deutschland-Urlauber ebenso wie der Anbieter privater Unterkünfte. Eine ganze Branche wird systematisch dem Scheitern der Politik geopfert“, stellt Rousta fest. 

„Die Fewo- und Ferienhaus-Vermieter und mit ihnen zigtausend Urlauber, die spätestens über Ostern aus dem Lockdown raus in die heimischen Urlaubsgebiete wollen, zahlen die Zeche für ein nie da gewesenes Politikversagen. Maskenmangel, Nutzlos-App, Impfdebakel, Testdesaster, … wann hat eigentlich zuletzt in dieser Bundesregierung irgendetwas funktioniert?“, fragt der Verbandspräsident, der die Interessen von rund 200.000 privaten Ferienunterkunfts-Anbietern vertritt.

Vollends absurd werde die Situation, wenn Touristen über Ostern in volle Ferienflieger steigen, auf Kreuzfahrtschiffen eingepfercht durch die Karibik schippern oder ausgelassen in spanischen Bars feiern können – aber nicht an der Ostsee, im Schwarzwald oder in der Eifel spazieren gehen dürfen. „Ich bin gespannt, wie die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten das den Menschen erklären wollen“, so Verbands-Chef Rousta abschließend. 

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Hintergrund

Die jeweiligen Antragstellerinnen und Antragsteller in 

  • Baden-Württemberg
  • Schleswig-Holstein und 
  • Nordrhein-Westfalen

können über den Fewo-Verband kontaktiert werden. 

Der Verband der Eigentümer von Ferienwohnungen und Ferienhäusern vertritt als einziger Branchenverband originär die Interessen der rund 200.000 privaten Ferienunterkunft-Anbieter in Deutschland. Urlaub in Fewos und Ferienhäusern ist das am dynamischsten wachsende Segment des Inlandstourismus und prägt in vielen Regionen wesentlich das Angebot für Individual-Urlauber, insbesondere Familien und bewusst nachhaltig Reisende. Der direkte Beitrag zum BIP beträgt mehr als acht Mrd. Euro/Jahr, wobei praktisch die gesamte Wertschöpfungskette im Inland verbleibt.

Kontakt
Verband der Eigentümer von Ferienwohnungen und Ferienhäusern 
Daniel Rousta (Präsident)
Mobil: 0151 / 20 44 8000 
Luisenstraße 54
10117 Berlin 
Internet: Website des Fewo-Verbandes
Mail: daniel.rousta@fewo-verband.de
Medien-Anfragen: kommunikation@fewo-verband.de

2 Antworten auf „Klagewelle gegen Oster-Lockdown – „Zigtausend Menschen wollen Urlaub im eigenen Land““

  1. Hallo, wir haben ein freistehendes Ferienhaus in der Sächsischen Schweiz (Sachsen). Mir erschließt sich auch nicht so ganz, warum wir keine Urlauber beherbergen dürfen. Kontakt gibt es zwischen unseren Gästen und uns keine. Und für alles andere gelten die gleichen Regeln wie überall. Maske beim Einkaufen, in öffentlichen Verkehrsmitteln usw.
    Deshalb find ich die Klage gut.
    Mit freundlichen Grüßen
    Simone Riedel

  2. Wir sind Besitzer einer FeWo auf Rügen. Schön, das ab nächste Woche Bewohner aus MV die auch nutzen dürfen. Werden uns bestimmt vor Anfragen nicht retten können.
    Das ist einfach nur eine zusätzliche Verhöhnung, mehr nicht.
    Viele Grüße,
    Thomas Rössel

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