Volle Flieger nach Mallorca, Osterarrest im eigenen Land

Angsichts der Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärt der Präsident des Verbandes der Eigentümer von Ferienwohnungen und Ferienhäusern, Daniel Rousta:

„Bereits am 14. Februar 2021 haben wir mit einer Pressemitteilung wörtlich vor dem ‚Osterarrest‘ gewarnt. Jetzt ist er da und trifft mit voller Wucht die Familien und all die Menschen, die sich auf ein paar Tage Erholung an der Ostsee, im Harz, in der Eifel oder den Alpen gefreut haben. Ferienwohnungen und Ferienhäuser, in denen ein ungefährlicher, kontaktarmer Urlaub möglich gewesen wäre, müssen geschlossen bleiben. Die Existenz von etlichen Vermieterinnen und Vermietern privater Ferienunterkünfte ist bedroht, denn sie erhalten keinerlei Entschädigung für die staatlich angeordnete Zwangsschließung. Gleichzeitig dürfen mehr als 40.000 deutsche Urlauber über Ostern nach Mallorca fliegen. Politikerinnen und Politiker, die so etwas beschließen, haben jeden Bezug zur Realität verloren.“

13 Antworten auf „Volle Flieger nach Mallorca, Osterarrest im eigenen Land“

  1. Sie haben den Bezug zur Realität nicht verloren, die wissen schon was sie machen, das Problem ist nur, dass sie Wasser predigen und Wein trinken.
    An dem Tod der CDU Abgeordneten, auf dem Rückflug von Kuba nach Deutschland, ist dies zu erkennen.
    Und auch wenn es keinem zu wünschen ist, zeigt gerade dieser unglückliche Zufall, dass die Dame auf dem Rückflug verstorben ist, dass Regeln und Maßnahmen nur für die da unten und nicht für die da oben sind.

  2. Wir haben privat mehrere Ferienwohnungen, die wir vermieten. Da wir durch unseren Hauptjob mehr verdienen, als durch die Feriengastvermietung, bekommen wir keinen einzigen Cent Unterstützung durch den Staat. Es gilt die, wahrscheinlich verfassungswidrige, Regelung, dass nur wer mindestens 50% seines Einkommens durch Ferienwohnungen bestreitet, nur der allein hat Anspruch auf die Hilfszahlungen von 75% des Vorjahresumsatzes. Wer 49% Einkommen durch die Ferienwohnungen und 51% Einkommen durch einen Angestelltenjob hat, bekommt hingegen 0,00 Euro Hilfe.

    Sämtliche Einnahmen des Hauptjobs fließen jedoch in die Rückzahlung und Zinsen, Nebenkosten und sonstige Fixkosten der Ferienwohnungen, sodass keine Einnahmen mehr zur eigenen Lebenshaltung übrig bleiben. Das heißt, tägliche Lebensmittel, private Wohnkosten, Versicherungen, private Nebenkosten müssen direkt durch unser Erspartes getragen werden! Das ist jetzt aber aufgebraucht!
    Wir halten das nicht mehr aus, die „Raute“ zerstört unsere Existenz!

    „Keiner wird vergessen!“. Waren das nicht die Worte des Finanzministers Olaf Scholz vor einem Jahr?

    Wir müssen jetzt endlich was machen!
    Wenn wir uns alle zusammentun und von 200.000 privaten Vermietern nur 10% einen einzigen Euro spenden würden, hätten wir 20.000 Euro, um zusammen gegen die Ungleichbehandlung in den Coronahilfszahlungen juristisch vorzugehen.
    Sehr wahrscheinlich bekommen wir Recht, und jeder von uns hätte danach Anspruch auf 75% der Umsätze des Vorjahres, so wie eben die Hoteliers oder Vermieter, die mehr als 50% Einkommen durch Ferienwohnungen haben.

    Wir spenden statt 1 Euro auch gerne 200 Euro für das juristische Vorgehen. Das ist gut angelegtes Geld. Dann werden nur noch 19.800 Euro benötigt. Es wurde gerichtlich schon so viel revidiert zu den Coronaverordnungen, so viele Klagen waren erfolgreich, da sollte diese unübersehbare Ungleichbehandlung auch endlich ein Ende haben und alle privaten Vermieter brauchen dringend die Coronahilfe!

    FeWo-Verband: Bitte Klagekonto und tagesaktuellen Kontostand auf der Startseite einrichten. Wir müssen jetzt endlich den Hintern hochbekommen, denn ein anderer wird das nicht für uns tun! Wenn wir nicht aktiv werden, bekommen wir überhaupt nichts. Wer nicht handelt, wird behandelt! Und das haben wir jetzt wieder in den aktuellen Beschlüssen „Lockdown im 9. Monat“ zu spüren bekommen. Ja, der 9. Monat Lockdown für die Ferienbranche! 2,5 Monate von März bis Ende Mai 2020 und von Ende Oktober 2020 bis mindestens Ende April 2021!!
    Jeder Besucher und Interessierte des Verbandes muss sehen, dass wir Geld für eine Klage sammeln, um endlich Hilfsgelder zu erhalten. Bitte spendet fleißig, das wird klappen!

    Falls wir das nicht schaffen sollten, bei 200.000 privaten Vermietern lächerliche 20.000 Euro zusammen zu bekommen, dann haben wir es uns auch nicht verdient, auch nur einen Cent an Hilfszahlung zu bekommen. So viel Ehrlichkeit muss sein.

    Countdown bis zur Klage: 19800 Euro benötigt

    1. Auch wenn man wie ich ausschließlich von der Vermietung von Fewo s lebt, bekommt man KEINE Unterstützung.
      Es spielt nicht die geringste Rolle, wieviel Fewo man besitzt und ob es noch andere Verdienstmöglichkeiten gibt.
      Vermietung ist nun mal kein Gewerbe.
      Wenigstens hier in diesem Verband sollte das richtig gestellt werden.

      1. Das stimmt nach unseren Informationen nicht ganz. Es gibt Vermieter, die trotz fehlendem Gewerbeschein Unterstützung bekommen haben. Allerdings unter dem Vorbehalt der Überprüfung. Eine pauschale Aussage hierzu ist nicht möglich, weil es von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt werden kann.

        1. da würde mich sehr interessieren, welcher Antrag dazu gestellt wurde.
          Finanzämter, Landesinvestitionsbanken !, Steuerbüro haben mich dann falsch informiert.
          Persönliche Nachfragen bei den Landesinvestitionsbanken MV und Brandenburg: Negativ, es gäbe gar keinen Antrag OHNE Gewerbeschein.
          Ich habe direkt nachgefragt, da ich eben auch keinen entsprechenden Antrag gefunden habe.
          Wie gesagt, es geht hier nicht um die Beantragung sozialer Hilfe, weil man seinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten kann! So etwas wurde tatsächlich ohne Nachweis gewährt.

  3. Ich kann mich meinem Kollegen Herrn Fischer nur anschließen. Wir sind in einer vergleichbaren Situation ( 5 Ferienhäuser) leider mit Einnahmen aus VuV. Gerne würden wir uns auch mit 200 € beteiligen wollen.

  4. Wir würden uns beteiligen, damit weitere Klagen eingereicht und die juristischen Möglichkeiten überprüft werden. Irgendwo gibt es diese juristische Lücke, die wir benötigen. Für Umsatzausfälle sowie gegen die angebliche Mobilität, die unsere Beherbergung auslöst. Die Ungleichbehandlung auf EU-Ebene (seit Monaten möglicher Auslandstourismus) muss doch etwas hergeben.

  5. Wir sind auch dabei! Was können wir tun. Bei uns fließt jeder Cent in die Fixkosten und die Erhaltung des alten reetgeckten Ostseehauses. Wenn jetzt der ganze Sommer wegbricht ist das eine Katastrophe für uns!
    Was können wir tun.!
    Ich spende auch 200 Euro. Wirklich!!

  6. Auch wenn es uns nicht so hart trifft – dafür ist unsere FeWo zu klein, so würde ich mich selbstverständlich auch an einer solchen Klage beteiligen. Denn das Einzige, was vielleicht helfen kann, ist Einigkeit. Daher bin ich hier nun auch Mitglied geworden.

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