Ferienhaus-Vermieter kritisieren geplante Abschaffung des Ostseetickets

Die Vermieter von Ferienwohnungen und Ferienhäusern kritisieren die Deutsche Bahn AG für ihr Vorhaben, das beliebte Ostseeticket abzuschaffen. „Mit dem Ticket können Reisende aus Berlin und Brandenburg günstig und umweltbewusst an die Ostsee fahren“, sagt der Präsident des Verbandes der Eigentümer von Ferienwohnungen und Ferienhäuser, Daniel Rousta, am Freitag (23.04.2021) in Berlin. Es sei ein besonders soziales und familienfreundliches Angebot und stehe für das flexible Reisen in eine der meistbesuchten Ferienregionen Deutschlands. „Gerade jetzt, in einer Zeit, in der der inländische Urlaub aufgrund der Corona-Pandemie an Bedeutung gewinnt, sind die Pläne der Deutschen Bahn ein völlig falsches Signal“, so Rousta weiter.

Die Vermieter fordern das Verkehrsunternehmen auf, seine Entscheidung zu überdenken und rückgängig zu machen. Der Plan, ausgerechnet dieses Bahn-Angebot zu streichen, erfolge zur Unzeit. „Gemeinsam mit den Urlaubern in unserem Land hoffen wir Vermieter von privaten Ferienunterkünften sehnlich, dass mit fallenden Inzidenzwerten zum Sommer hin unsere Fewos und Ferienhäuser wieder geöffnet werden können. Verreisen zu dürfen steht auf der Wunschliste der Menschen für die Zeit nach Corona weit oben“, sagt der Verbands-Präsident. Mehr denn je würden die Urlauberinnen und Urlauber dann darauf angewiesen sein, kurzfristig und oft auch nur für ein paar Tage an die See fahren zu können. Kaum ein Angebot würde in diese Zeit besser passen als das Ostseeticket der Deutschen Bahn. 

Die Deutsche Bahn hat angekündigt, das sogenannte Ostsee-Ticket ab dem 12. Juni einzustellen. Der Fahrschein ermöglicht bis zu fünf Personen, mit einem ICE, IC oder in Regionalzügen ab 39,50 Euro pro Person von Berlin oder Brandenburg an die Ostsee und wieder zurück zu fahren.

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